Uni-Wahlen 2012: BG Jura wählen!

Vom 17. bis 20. Januar 2012 sind wieder Uni-Wahlen. An der juristischen Fakultät sind wir, die Basisgruppe Jura, auch wieder mit dabei. Natürlich würden wir uns ziemlich freuen, auch die kommenden zwei Semester die kritische Begleitmusik im Fachschaftsrat zu stellen, mit der es sich zumindest nicht ganz so leicht bloß „durchregieren“ lässt. Außerdem haben wir natürlich auch die sympathischeren Kandidat_innen!

Zum Kennenlernen könnt ihr gern unsere Homepage durchstöbern, hier könnt ihr euch ein Bild von uns und unserer Arbeit machen. Wir sind vor allem ein Kreis kritischer, rechtspolitisch Interessierter, die in Eigenregie den Blick über den Studien-Tellerrand wagen und sich engagieren.

Auf Uni-weiter Ebene wird für das „StuPa“, das Studierendenparlament (und damit indirekt den AStA), gewählt. Hier empfehlen wir die Stimme auch in vernünftige, kritische, basisdemokratische Arbeit zu stecken – wählt dort am besten das Basisdemokratische Bündnis (BB).

Eure Basisgruppe Jura

Forum Recht Autor_innen-Aufruf 2/2012

Forum Recht, die Vierteljahreszeitschrift für rechtspolitische Themen, behandelt in jeder Ausgabe einen bestimmten Themenschwerpunkt. Das Heft 2/2012 soll den Themenschwerpunkt „Recht und (Pop-)Kultur“ bekommen. Im Folgenden dokumentieren wir den Autor_innen-Aufruf für diesen Themenschwerpunkt. Wer Interesse hat, einen Artikel dazu zu verfassen, kann sich jederzeit gerne bei der unten angegebenen Mail-Adresse oder auch bei uns melden. Das Gleiche gilt natürlich auch dann, wenn Ihr Ideen für Artikel habt, die sich mit anderen rechtspolitischen Themen befassen.

Autor_innenaufruf für das Heft 2/2012 mit dem Themenschwerpunkt „Recht und (Pop-)Kultur“

Liebe Autor_innen, liebe Leser_innen,

obwohl das Recht die Grundregeln unserer Gesellschaft darstellt, kennen viele Menschen das Recht derweil vor allem aus einem Medium: dem Kino oder dem Fernsehen. Fernsehserien und Filme prägen unser Verständnis des Rechts – nicht umsonst erfreuen sich besonders US-amerikanische Gerichts- oder Anwaltsserien großer Beliebtheit. Doch welches Bild wird vom Recht vermittelt? Viele Filme stellen skrupellose Polizist_innen oder die über Leichen gehenden Anwält_innen in ihren Fokus. Rechtliche Vorschriften sind vor allem dazu da, um gebrochen zu werden – schließlich sollen die Täter_innen möglichst schnell und effektiv dingfest gemacht werden. Langwierige Gerichtsverfahren, geschweige denn die Achtung fundamentaler Rechtsprinzipen, fallen der Spannung zum Opfer. Film und Fernsehen zementieren dabei oft reaktionäre Weltbilder und verstärken bei den Menschen den Eindruck, dass gegen Kriminelle in der wahren Welt viel zu harmlos vorgegangen wird. Doch auf der anderen Seite gehen gerade neuere Fernsehserien einen anderen Weg und liefern komplexe gesellschaftliche Analysen von Kriminalität und Rechtsprechung.

(mehr…)

Vortrag: »…wird mit Brachialgewalt durchgefochten«

Bewaffnete Konflikte mit Todesfolge vor Gericht

Ab 1929 versucht die NSDAP verstärkt, in die traditionell roten Viertel Berlins einzubrechen und eigene Strukturen zu errichten. Dabei setzt die SA Gewalt strategisch als Mittel ein. Die AntifaschistInnen sind auf diese Kombination von Durchdringung und Brutalität nicht vorbereitet und reagieren reflexhaft – auch dies bisweilen mit Todesfolge.

Der Historiker und Autor Johannes Fülberth vermittelt in einem Vortrag zum Thema seines Buchs »… wird mit Brachialgewalt durchgefochten« (2011, Papyrossa-Verlag) ein Bild von den politischen Prozessen zum Ende der Weimarer Republik.

Donnerstag, 10. November 2011, ab 19:30 Uhr im Zentralen Hörsaalgebäude (ZHG), Hörsaal 003.

Die Veranstaltung wird von der Basisgruppe Jura Göttingen organisiert. In Zusammenarbeit mit der Rosa Luxemburg Stiftung Niedersachsen e.V.

Willkommen im Wintersemester 2011/2012

Hallo an alle, die mit dem neuen Semester anfangen, in Göttingen zu studieren!

Wir von der Basisgruppe Jura begrüßen alle Studierenden im ersten Semester und wünschen einen guten Start ins Jura-Studium in Göttingen. Wenn auch du zu den »Erstis« an der Juristischen Fakultät gehörst, dann wirst du sicher im Rahmen der O-Phase bereits eine Menge Informationen rund um das Studium erhalten. Auf ein paar Aspekte möchten wir als BG Jura aber auch noch hinweisen. (mehr…)

Das Wintersemester rückt näher

Es sind jetzt noch einige Wochen bis zum Semesterstart, und auch wir lassen so langsam Sommerloch und Semesterferien hinter uns. Mittlerweile treffen wir uns auch wieder mittochs um 20:00 Uhr, der Termin am Donnerstag lag für einige dann doch recht ungünstig. Somit sind wir wieder bei unserem alten Termin.

Wenn ihr uns also bei einem unserer Treffen besuchen wollt, dann geht das jetzt wieder immer mittwochs ab 20:00 Uhr (z.Zt. im Autonomicum, das ist im Erdgeschoss des Blauen Turms).

Sollte es doch mal Abweichungen von diesem Termin geben, dann kündigen wir das hier an! Habt ihr Fragen oder wollt anderweitig Kontakt mit uns aufnehmen, dann schreibt uns einfach eine Mail an bg-jura[-at-]web.de!

Für das kommende Wintersemester können wir bereits eine spannende Ankündigung machen: Der Termin für den nächsten BAKJ-Herbstkongress steht fest, der Kongress soll vom 11. bis 13. November 2011 in Berlin stattfinden, organisiert von den Kritischen Jurist_innen an der FU Berlin. Sicher werden einige von uns zum Kongress fahren; wenn ihr auch Lust und Zeit habt, meldet euch einfach bei uns, dann können wir eine gemeinsame Anreise organisieren. Weitere Informationen zum Kongress-Thema, zum Programm, zum Ablauf usw. folgen dann ganz bald, wir halten euch auf dem Laufenden.

wählbar: BG Jura

Das alljährliche Spektakel geht morgen wieder los: Vom 25.-28. Januar 2011 sind Uniwahlen! Auch wir freuen uns über jede Stimme: Jura-Studierende finden uns – diesmal leider nur in kleiner Runde – auf Liste 4. Weils so einfach zu merken ist: Auf Liste 4 bei den StuPa-Wahlen findet ihr uns auch, das ist die Liste vom Basisdemokratischen Bündnis.

Wir stehen für eine kritische Begleitung der studentischen Politik auf Fakultätsebene. Eingesetzt haben wir uns im vergangenen Jahr unter anderem für eine qualitative Verbesserung der Klausur- und Hausarbeitskorrekturen. Zugleich haben wir uns auch in verschiedene andere Debatten eingebracht und werden das auch weiter tun: Die Studienberatung und ihre Finanzierung, die Auseinandersetzung um die Skripten in der Bibliothek (und der Repetitoren in den Uni-Räumlichkeiten), Evaluationen, Bologna-Prozess und Probleme der Bachelor-Studenten an der juristischen Fakultät.

Das Wahlprogramm für die Uni-Ebene gibt es beim Basisdemokratischen Bündnis.

DNA-Entnahme: Auf zur Demo am 22. Januar!

Zu der Sache „DNA-Entnahme“ (siehe auch unsere Stellungnahme unten) findet am Samstag, 22. Januar 2011, ab 14 Uhr eine Demonstration unter dem Titel „Betroffen ist eine/r, gemeint sind wir alle! Hände weg von linken AktivistInnen, Häusern und Strukturen!“ statt. Los geht es auf dem Marktplatz vorm alten Rathaus, am Gänseliesel.

Wir rufen dazu auf, die Demonstration zu unterstützen – natürlich am besten durch Teilnahme!

Zur beabsichtigten DNA-Entnahme bei politischem Aktivisten in Göttingen

„Am 22. Januar kommt es in der Teeküche der Ausländerbehörde im Göttinger Kreishaus zu einer Explosion. Laut Pressemitteilungen wurde bei der Detonation ein Mitarbeiter der Verwaltung verletzt, er sei mit dem Verdacht auf ein Knalltrauma in ein Krankenhaus gekommen. In der Zeugenaussage des 25-jährigen ist nachzulesen, dass er zwar ins Uniklinikum gefahren wurde. Bei der Untersuchung wurde jedoch festgestellt, dass er keine Schäden davon getragen hat.“
http://monsters.blogsport.de/2010/08/10/die-akte-rote-strasse/

„Am 27. Januar 2010 durchsuchte die Polizei rechtswidrig ein linkes Wohnprojekt in der Roten Straße, nachdem es in einer Teeküche des Landkreisamtes zu einer „Verpuffung“ kam. Bei der anschließenden Solidaritätsdemonstration am 30. Januar 2010 stellte sich die Polizei erneut provokativ vor die Wohnhäuser der Roten Straße, als die Demo eigentlich beendet werden sollte. In Folge fiel ein Silvesterknaller innerhalb der Demo zu Boden, ein Polizist meldete sich mit „Knalltrauma“ krank und ein linker Jugendlicher wurde als angeblicher Täter ausgemacht.“
http://www.inventati.org/ali/index.php?option=com_content&view=article&id=1874%3A2011221demo&Itemid=1

Als Reaktion auf eine (später als rechtswidrig erklärte) Hausdurchsuchung findet am 30. Januar 2010 eine Demonstration statt. Dort wird dann ein Jugendlicher von der Staatsgewalt festgenommen: Er soll einen Böller auf die Polizei geworfen haben, die der Demo gegenüber provozierend und martialisch auftrat – so weit, so unspektakulär.

Doch er ist derselbe Jugendliche, gegen den später im Jahr wegen „Herbeiführung einer Explosion“ in der Teeküche der Ausländerbehörde ermittelt wird. Er wird aufgrund seines „dunkelhäutiger Teint“ in die Täterrolle gedrückt: Auf dieser vagen Beschreibung gründet sich der Verdacht. Bei den Ermittlungen schwingt entsprechend ein widerlicher rassistischer Unterton mit, der zeigt, dass das deutsche Rechtssystem von Personen mit rechtskonservativen Vorurteilen durchzogen ist. Allerdings: Das Gericht war nicht überzeugt, dass der Verdacht von Polizei und Staatsanwaltschaft ausreichte. Die hatten nämlich im Rahmen dieser Ermittlungen eine DNA-Untersuchung beantragt, die mit Spuren aus der Teeküche abgeglichen werden sollte. Das Gericht entschied aber, dass dazu der abenteuerlich konstruierte Verdacht nicht ausreicht.

Aber es scheint, dass Staatsanwaltschaft und Polizei sich damit nicht abfinden können. Und sie finden das Einfallstor im Gesetz, mit dem sie an ihre DNA-Probe kommen wollen. In §81g StPO wird nämlich den Staatsdienern erlaubt, bei Verdacht auf schwere Straftaten und der Möglichkeit, dass auch in Zukunft Straftaten begangen werden könnten, eine DNA-Untersuchung zu beantragen. Wenn das mit den Ermittlungen zum Teeküchenbrand zu vage Anhaltspunkte waren, so dachte sich die Staatsanwaltschaft wohl, dann nehmen wir etwas sichereres. Nun zogen sie den vermeintlichen Böllerwurf aus der Schublade. Da gab es zwar kein Urteil – aber immerhin einen aussagebereiten Polizisten, der den Betroffenen im unübersichtlichen Tumult unter vielen autonomen, schwarzgekleideten und kaum zu unterscheidenden Demonstranten als den Werfer des handelsüblichen Böllers erkannt haben will. Dem Amtsgericht war das aber immer noch zu konstruiert – es lehnte ab. Beim Landgericht allerdings bekam die Staatsanwaltschaft dann ihren Willen: Wegen des Verdachts auf den Böllerwurf und einer Prognose, dass es vielleicht zukünftig noch mal Straftaten durch den Betroffenen geben könnte, wird die DNA-Entnahme nach §81g StPO angeordnet. Das Gefahrenpotential, welches zur Anwendung des Paragraphen notwendig ist, wird damit untermauert, dass er als 15jähriger einen Polizisten getreten haben soll.

§81g StPO verlangt, dass die/der Betroffene sich „einer Straftat von erheblicher Bedeutung […] verdächtig“ gemacht hat. Die DNA-Entnahme ist damit eine Bestrafung ohne Urteil: Ein Verdacht reicht aus. Bestraft ist der Betroffene mit der Ungewissheit, die ihn nach der Entnahme verfolgt. Immer muss er damit rechnen, dass ihm DNA-Spuren vorgehalten werden. Der Effekt wird noch verschärft dadurch, dass DNA-Spuren – trotz vieler Möglichkeiten, wie sich Fehler in die Untersuchung einschleichen können – vor Gericht meist als sicherer Schuld-Beweis ausreichen. Der Betroffene müsste ein Leben lang fürchten, ohne viel Federlesens wegen einer DNA-Spur verurteilt zu werden. Gerade kritisch-politisches Engagement wird damit unterdrückt. Im Ergebnis ist die DNA-Entnahme damit eine Freiheitsstrafe – sie schränkt das Leben des Betroffenen ein und löst Ängste aus.

Juristische Grundpfeiler wie die Unschuldsvermutung – womit sich „Rechtsstaaten“ zu legitimieren versuchen – werden scheinbar nicht in Betracht gezogen. Mit allen Mitteln soll eine Bestrafung – formell für was auch immer – herbeigeführt werden.

Wir sehen hier in §81g StPO ein Instrument der politischen Justiz, die es ermöglicht, politisch missliebigen Elementen Repressalien auszusetzen, gegen die keine handfesten Beweise vorliegen. Der Fall zeigt deutlich das Mißbrauchspotential des §81g StPO: Er dient hier der Einschüchterung politischen Engagements. Und er zeigt, dass Polizei und Staatsanwaltschaft, in letzter Konsequenz auch Gerichte, bereit sind, den Paragraphen auch zur Einschüchterung zu benutzen.

Darum: Kampf der politischen Justiz – Weg mit §81g StPO – Freiheit für alle politischen Gefangenen

Basisgruppe Jura Göttingen im Januar 2011

Naziaufmarsch verhindern! Dresden muss nazifrei werden.

Die Basisgruppe Jura ruft dazu auf, am 19. Februar sich entschlossen gegen die Nazis zu stellen, die wieder in Dresden ihr erbärmliches Ritual der versuchten Reinwaschung der Geschichte durchziehen wollen. Mehr Informationen gibt es zum Beispiel auf der Website des Bündnis Dresden – nazifrei!.

In Göttingen organisieren mehrere Gruppen gemeinsam eine Anfahrt zu den Protesten gegen die Nazis. Dazu mehr Infos (zukünftig sicher laufend mehr) bei gdmob2011.blogsport.de.

Mi. 24.11.: Einsteiger_innen-Abend!

So, jetzt haben wir es endlich geschafft, einen Termin zu finden: Am Mittwoch, den 24.11.2010, machen wir ab 20 Uhr abends einen Einsteiger_innen-Abend. Natürlich seid ihr auch bei jedem „normalen“ Treffen der Basisgruppe willkommen – einfach vorbeikommen reicht. Aber für den Einsteiger_innen-Abend rechnen wir eben ganz besonders mit euch :-) Wir hatten uns überlegt, es uns gemütlich zu machen. Es wird eine Kleinigkeit zu essen und zu trinken geben und wir stellen euch dann in gemütlicher Runde die Basisgruppe vor, was wir so machen, was eigentlich BAKJ und Forum Recht sind und natürlich erklären wir auch ein bisschen die linke/kritische Szene Göttingens, wenn da Bedarf ist. Wir freuen uns auf alle, die Lust haben, mal über den Studiums-Tellerrand zu schauen, kritisch eingestellt sind und Lust haben, sich mit Gleichgesinnten zu vernetzen!

Mi., 24.11., Raum MZG 11.40, das ist im 1. Stock zwischen Blauem Turm und ZHG!



Meta

BASISGRUPPE JURA

[Arbeitskreis kritischer Juristinnen und Juristen an der Uni Göttingen]
Gruppentreffen immer mittwochs um 20:00 Uhr, z. Zt. im Autonomicum (Blauer Turm, Erdgeschoss). Bei Abweichungen informieren wir hier auf der Homepage. Anderes und zurückliegendes findet ihr hier auch auf der Homepage unter "Termine".

Forum Recht lesen!

Forum Recht Heft 3-2011
Heft 03/2011
Import/Export
- Koloniales Recht und postkoloniale Verhältnisse
www.forum-recht-online.de

Anzeige

Wo kauft ihr eure Studienliteratur?
Roter Buchladen!

Nikolaikirchhof 7
37073 Göttingen
www.roter-buchladen.de

Kategorien

Buttons

  • blogsport.de
  • Einloggen


Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: